Aktionen Lichtenberg OGS

Kastanienseife

In diesem Jahr gab es viele Kastanien und was lag da näher, als eine Seife aus Kastanien herzustellen? Händewaschen ist ein großes Thema in Corona-Zeiten und begleitet uns alle mehrfach am Tag.

Wieder sammelten die Kinder fleißig Kastanien und Ende September ging es los. Erst mussten die Kastanien von ihrer braunen „Haut“ befreit werden, was sich als nicht sehr einfach herausstellte. Mit Zangen und Messern wurden sie geknackt und geschält. Anschließend wurden alle geschälten Kastanien in einer Küchenmaschine geraspelt, in Gläser abgefüllt und mit Wasser aufgegossen.

Nun hieß es beobachten und warten. Nach 3 Tagen bildete sich ein weißlicher Schaum, d.h. die Saponine lösten sich aus den Kastanien. Wir filterten die Kastanien-Wasser-Mischung durch ein Sieb, es war weit und breit zu „riechen“. Ein unangenehmer säuerlicher Geruch breitete sich aus und die Kinder waren nicht begeistert von ihrer „Duft“-Seife. Trotzdem wollten einige Kinder sich in ihrem mitgebrachten Glas/Behälter, etwas „Flüssig Seife“ mit nach Hause nehmen.

Unser Team wollte natürlich auch die Seife ausprobieren und war überrascht. Beim einseifen war es schon ein sehr weiches und samtiges Gefühl auf der Haut. Nach dem Abspülen und Abtrocknen der Hände war kein Geruch mehr da und die Hände waren wie frisch eingecremt. Und all das ohne Chemie bzw. nur mit Wasser und Kastanien. Bitte gerne mal selbst ausprobieren!

Herbstzeit = Bastelzeit

Bereits Anfang September hatten wir unsere Kinder und Eltern aufgefordert, das schöne Wetter zu nutzen und auf Spaziergängen in die Natur allerlei zu sammeln, was diese uns im Herbst an Bastelmaterialien zur Verfügung stellt.

Am 21.09.2020 war es dann soweit, die Kinder breiteten ihre mitgebrachten Bastelmaterialien auf den Tischen aus und es konnte losgehen. Dabei war der Kreativität der Kinder keine Grenzen gesetzt.

In kleinen Tischgruppen entstanden die unterschiedlichsten Kunstwerke.

Die gesammelten Kastanien und Federn, aus dem OGS-Fundus, waren allerdings der Renner.  Hier hat sich dann auch der „Naturstoff“ Klebeband als Hilfsmittel eingeschlichen, wenn es mal nicht so funktionierte, wie die Kinder es sich vorgestellt hatten. Viel zu schnell war der Bastelnachmittag zu Ende und wir mussten wieder aufräumen. Aber nicht bevor noch alle Kunstwerke richtig bestaunt wurden. Die Kinder konnten diese dann mit nach Hause nehmen, um sie ihren Eltern zeigen.

Apfelbäumchen

Herbst ist auch Apfelzeit. Und da passte die Geschichte von „Hänschen Apfelkern“ (aus: Kleine Märchen und Geschichten zum Erzählen und Spielen von Bronja Zahlingen).

In dieser Geschichte geht es um einen kleinen Jungen, der sehr gerne Äpfel aß und sich über die kleinen braunen Kerne freute, die darin schlummerten. Er sammelte diese, ein paar pflanzte er zu Hause in die Erde, der Rest kam in Säckchen. Als er groß war, machte er sich auf eine Reise und überall dort, wo er länger blieb, pflanzte er die in seiner Jugend gesammelten Apfelkerne. Als er am Meer ankam, machte er kehrt. Auf seinem Weg nach Hause, sah er überall die kleinen Apfelbäume, die er mal vor einiger Zeit dort gepflanzt hatte. Je weiter er nach Hause kam, desto größer wurden die Bäume. Zu Hause wurde er von seiner Mutter mit einem Apfel begrüßt, welcher von einem Baum stammte, den er als Kind gepflanzt hatte.

Inspiriert von dieser kleinen Geschichte wurde beschlossen, wir sammeln Apfelkerne und pflanzen diese. Vielleicht wird irgendwann auch mal ein schöner großer Baum daraus.

Fleißig sammelten die Kinder die Kerne und brachten Pflanztöpfe mit. Am 08. Oktober kam Herr Lux zu uns in die OGS und erklärte allen Kindern, was beim Pflanzen eines Kernes wichtig ist, damit ein Baum daraus werden kann. Die Kerne benötigen einen Winter und 1 x wöchentlich Wasser, um überhaupt keimen zu können. Es wird viele Jahre brauchen, bis einmal ein richtiger Apfelbaum daraus gewachsen ist. Schnell waren die mitgebrachten Apfelkerne in den mit Pflanzerde und Erde aus dem Hochbeet gefüllten Blumentöpfen gepflanzt. Auf dem Balkon wurde diese dann aufgestellt und reichlich gegossen.

Nun schauen wir mal, ob im Frühjahr kleine Pflänzchen daraus werden. Im Sommer können diese dann mit nach Hause genommen werden, damit sie die Sommerferien überleben.

Danke an Herrn Lux für seine tolle tatkräftige und fachliche Unterstützung bei dieser Aktion!

Schulschwalben

Ende August kam Herr Christoph Buchen, vom NABU Morsbach, um mit uns über unsere Schwalben auf dem Schulgelände zu sprechen.

In einer kurzen, aber informativen Einführung, erklärte uns Herr Buchen, um welche Schwalben es sich überhaupt auf dem Schulgelände handelt und dass wir zwei Arten bei uns kennen. Die Mehlschwalbe, welche ihre Nester an die Außenwände der Häuser „klebt“ und die Rauchschwalbe, die überwiegend im Gebäudeinneren ihre Nester baut. Sie bevorzugt landwirtschaftliche Stallungen, weil sie dort reichlich Insektennahrung findet.

Schnell war klar: Auf dem Schulgelände leben Mehlschwalben! Ein großes Thema war aber auch: Was fressen Schwalben und was können wir tun, damit sie genug Nahrung in Form von Insekten finden können? Eine wilde Blumenwiese kann nicht nur Bienen helfen, auch die Schwalben finden u.a. dort Nahrung. Schwalben ernähren sich ausschließlich von Fluginsekten wie Mücken, Blattläusen und schwärmenden Ameisen.

Oder: Wo sind die Schwalben im Winter?

Mitte bis Ende September versammeln sich alle Schwalben und ziehen nach Afrika, wo sie bis zum Frühjahr überwintern. Im April kommen sie wieder zu uns zurück, um ihre Jungen aufzuziehen. Mitte Mai bis Mitte Juni beginnen sie mit der Eiablage und können, bei guten Bedingungen, im Hochsommer ein weiteres Mal brüten.

Nach der ganzen Theorie ging es raus zu den Schwalben, wo die Kinder die Aufgabe bekamen, alle bewohnten Nester zu zählen. Sie fanden insgesamt 13 bewohnte Nester und konnten beobachten, wie die Elterntiere ihre Jungtiere in rasanten Anflügen füttern und gleich wieder losfliegen, um neue Insekten zu sammeln.

Zum Schluss des kurzweiligen Nachmittages suchten wir noch einen geeigneten Platz für eine Schwalbenpfütze im neuangelegten Bereich des Schulhofes aus. Dort soll bis zum Frühjahr eine ca. 1 qm große und ca. 1 cm tiefe Schwalbenpfütze entstehen. Diese wird mit Lehm und kurzem Heu/Stroh gefüllt und von den Kindern, im Laufe des Jahres, immer feucht gehalten. Hier werden dann die zurückkehrenden Schwalben neues Nistmaterial finden, mit dem sie ihre Nester neu bauen oder ausbessern können.

Vielen Dank an Herrn Buchen vom NABU Morsbach, für diesen schönen Nachmittag!

Adventsfeier mit Hanna & Honk und der Tomte im Pfarrheim am 26.11.2019

Am 26.11.2019 waren alle Kinder der OGS- Lichtenberg mit Ihren Eltern/Großeltern und Geschwistern zu einem Musiktheaterstück von „Hanna & Honk und der Tomte“ ins Pfarrheim eingeladen. Bei Kaffee / Tee und selbstge- machten Plätzchen ließen sich alle von der Geschichte rund um den dicken Stoffhund Honk und seiner Besitzerin Hanna verzaubern.

In einer kalten verschneiten Nacht bei Hannas Großvater ging es um Frieden und Vertragen. Tomte ein Wichtel, der in dieser Nacht auf alle Tiere und Bewohner des Haus aufpasste, Dietmar der Fuchs, der Angst vor der Gans hatte und die Gans Greta, die sich vor dem Fuchs fürchtete. Bei einer wilden Schlitten-fahrt, bei der alle Kinder mitmachten,  ging es in vielen Kurven den Berg hinunter.

Auch Bob der Baumeister kam mit seinem Baumeister-Rapp vorbei und die Kinder konnten sich immer neue Bewegungen zum Nachmachen aussuchen. Hanna holte ihre Wunschlaterne heraus und alle konnten sich mit einer Berührung etwas wünschen. 

Nach etwas über 60 Minuten war die wunderschöne mit Musik- und Aktionen unter-malte Geschichte von Hanna & Honk leider schon zu Ende. Die Kinder konnten noch mit den Stofftieren kuscheln, bevor die Mädchen der 4. Klasse eine Tanz-Choreografie vorführten, die sie spontan am Nachmittag überlegt und einstudiert hatten. Eltern und Großeltern wurden an diesem Nachmittag genauso von dieser schönen Geschichte in den Bann gezogen, wie die Kinder der OGS und ihre Geschwister.